D.A.S. News im Straßenverkehr

Moped-Prüfung am Computer

Im Laufe des Jahres soll die Prüfung für den Moped-Führerschein am Computer abgewickelt werden. Anstelle des bisherigen Multiple-Choice-Tests auf Papier sind die Fragen am PC zu beantworten, um Manipulationen so gut wie möglich auszuschließen.

Bestanden hat, wer 80 Prozent der Fragen richtig beantwortet.

Schrittweise sollen so die Erteilungsvoraussetzungen an jene anderer Führerscheinklassen angepasst werden.

Änderungen beim Pickerl (§ 57a KFG)

Mit 20. Mai 2018 gibt es neue Toleranzfristen für bestimmte Fahrzeugkategorien - nämlich für LKW, Rettungsfahrzeuge und Taxis: Der Toleranzzeitraum beginnt drei Monate vor dem Prüfmonat, es gibt keine Überziehungsfrist!

Bei normalen PKW, Motorrädern, Mopeds & Co. liegt der Toleranzzeitraum für die Überprüfung wie bisher bei einem Monat vor und vier Monaten nach dem Prüfmonat.

Achtung neu: Für alle Fahrzeuge gilt bei Feststellung eines schweren Mangels (insbesondere auch bei Beleuchtung und Reifen!) nur noch 2 Monate Toleranzfrist ab der Überprüfung. Bei Gefahr im Verzug kann die Behörde die Zulassung sofort aufheben!

Notrufsystem eCall

Ab 31. März 2018 müssen neu genehmigte (!) Fahrzeugtypen der Klasse M1 und N1 über ein eCall-System verfügen - das sind alle Pkw und Lkw bis 3,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht.

Das automatische Notrufsystem eCall funktioniert mit einem Crashsensor oder über einen Notrufknopf. Bei einem Unfall wird der Crashsensor aktiviert und sendet ein Notsignal aus.

Gleichzeitig werden wichtige Informationen an die Notrufzentrale übermittelt. So wird beispielsweise über Satellit die genaue Position des Fahrzeugs eruiert und an die alarmierten Rettungskräfte weitergegeben.

Ab heuer neu - die digitale Vignette

Seit Jänner 2018 gibt es statt der Klebe-Vignette auch die Möglichkeit, eine digitale Vignette zum gleichen Preis zu erwerben.

Achtung: Wegen des Rücktrittsrechts bei Online-Käufen gilt die digitale Vignette erst am 18. Tag nach dem Kauf!

Vorteile der e-Vignette: Bei Scheibenbruch ist der Kauf einer Ersatzvignette passé. Im Fall eines Totalschadens oder Diebstahls kann kostenlos eine Umregistrierung auf ein neues Kennzeichen vorgenommen werden. Besitzer von Wechselkennzeichen brauchen nicht mehr für jedes Fahrzeug eine eigene Vignette.

In der online für alle zugänglichen Vignettenevidenz kann man durch Eingabe des Kennzeichens prüfen, ob ein Fahrzeug (z. B. ein Mietwagen) über eine digitale Vignette verfügt.


2017

Testbetrieb bei Führerschein-Entzug: Alkohol-Wegfahrsperre "Alkolocks"

Ein alternatives Bewährungssystem für alkoholauffällige Lenker soll mit 1. September 2017 in einen fünfjährigen Probebetrieb gehen. Wer sich freiwillig einen Alkomaten in sein Fahrzeug einbauen lässt und an Mentoring-Gesprächen teilnimmt, kann sich so die Hälfte der Entziehungszeit ersparen.

Änderungen für Führerschein-Neulinge

Ab 1. Juli 2017 dauert die Probezeit für jeden Fahranfänger künftig drei Jahre ab Erteilung der Lenkberechtigung (bisher 2 Jahre). Das gilt auch für L17-Fahranfänger.

Achtung: Die Probezeit verlängert sich um ein Jahr, wenn ein Lenker in der Probezeit wegen der Benützung eines Mobiltelefons beanstandet wird. In dem Fall ist auch eine (kostenpflichtige) Nachschulung zu absolvieren.

Moped-Ausbildung und Prüfung

Ab 1. März 2017 darf die Moped-Ausbildung frühestens zwei Monate vor dem 15. Geburtstag begonnen werden (bisher 6 Monate). Der Führerschein ist wie bisher frühestens zum 15. Geburtstag auszustellen.

Sonderregeln für E-Fahrzeuge

Ab 1. März 2017 können elektrisch betriebene Gütertransporter bis 4.250 kg (wegen schwerer Batterien) mit dem B-Führerschein gelenkt werden (vorerst auf fünf Jahre befristet). Voraussetzung ist die fünfstündige Zusatzausbildung mit Eintrag des Codes 120 im Führerschein.

Neu: Ab März 2017 gibt es eine Anschaffungsprämie bei Kauf eines E-Autos von bis zu 4.000 Euro (Näheres unter: https://www.umweltfoerderung.at/).

Neu: E-Autos haben grüne statt schwarze Buchstaben und Zahlen auf dem Kennzeichen.
Eine Zusatztafel mit dem Symbol eines Steckers in Verbindung mit dem Zeichen "Halten und Parken verboten" besagt, dass an dieser Stelle das Halten und Parken für alle Fahrzeuge mit Ausnahme von Elektrofahrzeugen verboten ist.
 

Fotos aus Abstandsmessung und Radarfotos als Beweis

Seit 13. Jänner 2017 ist die 28. StVO-Novelle in Kraft. Demnach dürfen Fotos aus bildgebenden Überwachungsverfahren (Radarfoto etc.) auch für die Bestrafung von folgenden Delikten verwendet werden:
 
  • Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung
  • unerlaubte Personenbeförderung
  • Nichtanlegen des Sicherheitsgurts
  • mangelnde Kindersicherung
  • Nichttragen eines Schutzhelmes
  • Beförderung einer unzulässigen Anzahl von Personen auf einem Motorrad oder Motorfahrrad

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