Was ist erlaubt? Was müssen Sie beachten?

Das Fahrrad hat Konkurrenz bekommen. Sowohl Kinder und Jugendliche, als auch Erwachsene wählen immer öfter die etwas unkonventionelleren Trendsportgeräte um von A nach B zu gelangen. Inline-Skates, Scooter und Skateboards aller Art erfreuen sich daher einer immer größeren Beliebtheit. 
 

Allgemein gilt natürlich:

Ob mit Skates, Rad, Skateboard oder Scooter – andere Verkehrsteilnehmende dürfen weder gefährdet noch behindert werden. Sind Kinder auf der Straße spielend (auch mit Trendsportgeräten) unterwegs, müssen Eltern darauf achten, dass keine Fußgänger gefährdet werden - sonst stellt dies eine Verwaltungsübertretung dar und es können Strafen in der Höhe von bis zu 72 Euro drohen.

Auch Erwachsene selbst dürfen keine anderen Verkehrsteilnehmende gefährden oder behindern, sie riskieren sonst auch eine Verwaltungsstrafe.

Inline Skates


Rollschuhe zählen zu den fahrzeugähnlichen Kinderspielzeugen.

Inline-Skaten ist auf Gehsteigen, Gehwegen und Schutzwegen erlaubt. Das Befahren von Fahrbahnen ist hingegen in der Längsrichtung verboten. Das Verbot gilt nicht bei 
 
  • Radfahranlagen, jedoch Radfahrstreifen außerhalb des Ortsgebietes, 
  • Wohnstraßen, Begegnungszonen und Fußgängerzonen
  • Fahrbahnen, die gemäß § 88 Abs. 1 vom Verbot des Spielens auf der Fahrbahn ausgenommen wurden und < >Fahrbahnen, auf denen durch Verordnung der zuständigen Behörde das Fahren mit Rollschuhen zugelassen wurde.Auf Radfahranlagen haben RollschuhfahrerInnen die vorgeschriebenen Fahrtrichtungen einzuhalten. Es gelten dieselben Verhaltensvorschriften für RadfahrerInnen. 
Achtung bei Kindern: Kinder unter zwölf Jahren dürfen auf Straßen mit öffentlichem Verkehr, außer in Wohnstraßen, nur unter Aufsicht einer Person, die das 16. Lebensjahr vollendet Rollschuhfahren, wenn sie keinen Radfahrausweises gemäß § 65 StVO besitzen.

Das Tragen einer Schutzausrüstung ist gesetzlich nicht vorgesehen.

Micro-Scooter, Kickboard, Snakeboard, Skateboard


Unter der Voraussetzung, dass weder der Verkehr auf der Fahrbahn noch Fußgängerinnen behindert werden, dürfen diese Fortbewegungsmittel auf Gehsteigen, Gehwegen, Fußgängerzonen und Wohnstraßen gefahren werden. Skateboards (und Ähnliche) dürfen auf Gehsteigen bzw. Gehwegen aber nur dann benützt werden, wenn sie nicht auf die Fahrbahn gelangen können.

Auf Spielstraßen wird der Fahrspaß eingeschränkt.

Gefahren werden darf nur auf Straßen mit keiner oder mit geringer Neigung. 

Auch bei diesen Geräten gilt: Kinder unter 12 Jahren dürfen diese nur unter Aufsicht einer zumindest 16 jährigen Person verwenden. Ausgenommen davon sind Kinder ab 10 Jahren mit einem Radfahrausweis.
Das Tragen einer Schutzausrüstung ist auch hier gesetzlichen nicht vorgesehen.
 

Benzinscooter und Elektroscooter

Benzinscooter bis 10 km/h sind Kraftfahrzeuge. Der Lenker muss das 16. Lebensjahr vollendet haben. Es besteht Helmpflicht. Eine Lenkerberechtigung (Mopedschein) braucht man erst bei Benzinscooter über 10 km/h, sofern man das 24. Lebensjahr noch nicht überschritten hat.  
 

Elektroscooter bis 20 km/h zählen zu den Fahrrädern, es gelten dieselben Bestimmungen. Über 20 km/h ist er als Motorfahrrad zu behandeln. Der Lenker muss das 16. Lebensjahr vollendet haben. Es besteht Helmpflicht. Man braucht einen Mopedschein, sofern man das 24. Lebensjahr noch nicht überschritten hat.  

Safety first!

Auch wenn bei einigen Trendsportgeräten gesetzlich keine Schutzausrüstung vorgeschrieben ist, sollte man trotzdem eine geeignete Ausrüstung verwenden. Kleinere Verletzungen wie Schürfwunden, blaue Flecken, aber auch schwere Verletzungen (Knochenbrüche, Gehirnerschütterungen) können dadurch verhindert werden.

Mitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln

Sowohl Fahrräder, als auch die anderen Trendsportgeräte dürfen nicht ohne weiteres in öffentlichen Verkehrsmitteln mitgeführt werden, bzw. auf den Geländen der Verkehrsbetriebe benützt werden. Es ist daher ratsam vor Fahrtantritt die jeweiligen Beförderungsbedingungen durchzusehen und abzuklären ob und wann man solche Fortbewegungsmittel mitführen darf.

zuletzt aktualisiert am 18.09.2017

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