Als führender Spezialist im Rechtsschutz feierte die D.A.S. ihr 50jähriges Bestehen

Wien, 4. Mai 2006: Im Festsaal der Wiener Börse empfingen Vorstand und Führungskräfte der D.A.S. Österreich hochrangige Gäste aus dem Versicherungswesen, von Konzerngesellschaften, der Rechtswissenschaft sowie Vertreter des Versicherungsverbands, der Maklerschaft, zahlreiche Rechtsanwälte u.a.m.

In seiner Festansprache spannte Dir. Dr. Franz Kronsteiner, Vorstandsvorsitzender der D.A.S. Österreich, einen weiten zeitlichen und inhaltlichen Bogen. Vom Investitionsmut der deutschen Muttergesellschaft bis zur heutigen Einbettung in den Ergo-Konzern. Von der Schlüsselrolle der Mitarbeiter des Unternehmens zur erfolgreichen Zusammenarbeit mit der österreichischen Anwaltschaft, um bedarfsgerechte Produkte und kundenorientierte Leistungserbringung sicherzustellen. Vom Meinungsaustausch mit (Rechts-)Wissenschaft und Legisten zum ständigen Dialog mit Maklern, Agenten und Kooperationspartnern. Vom respektvollen Zusammenleben mit Mitbewerbern zur wichtigen Rolle des Versicherungsverbandes.

Zweiter Festredner war Dir. Peter Wiegand, der Vorsitzende des Aufsichtsrats der D.A.S. Österreich. In einer kurzen Zeitreise durch die Entwicklungsgeschichte der D.A.S. Österreich schloss er mit überzeugenden Worten in der Betonung der gesellschaftspolitischen Bedeutung der Rechtsschutzversicherung im Europa des 21. Jahrhunderts.

Auch wenn ein Jubiläum zunächst in die Vergangenheit führt: Die weitere Programmfolge unterstrich die Gegenwarts- und Zukunftsorientierung der D.A.S. Österreich. In einem lebhaften, für Nicht-Juristen erfrischend verständlichen Vortrag nahm Univ. Prof. Dr. Wolfgang Zankl, Leiter des europäischen Zentrums für E-Commerce und Internetrecht Stellung zum "Recht der neuen Medien". Seine Ausführungen machten dem Zuhörer klar, daß die Eigenheiten des Internets - Information steht weltweit für Konsumenten unterschiedlichster Rechtsordnungen auf gleiche Art und Weise zur Verfügung - völlig neue rechtliche Betrachtungsweisen und legistische Erfordernisse bewirken, um Rechtsunsicherheit nach Möglichkeit zu vermeiden. Daraus ergeben sich zwingend neue Herausforderungen für die Versicherungsbranche.

Der nächste Programmpunkt führte die Festgäste in die Welt der Praxis des Internetrechts: Die Wiener Rechtsanwältin Dr. Karin Wessely schilderte, mit welchen Fragen zum Recht der neuen Medien Klienten am häufigsten Beratung und Vertretung benötigen. Von den verschiedensten Leistungsstörungen bei Internet-Käufen und - Verkäufen bis hin zu jenen Fällen, in denen jemand ein unerlaubtes Werbe-E-Mail versandt oder erhalten hat. Nach den Ausführungen der anerkannten Spezialistin für das Internetrecht wurde die soeben erschienene Broschüre "Internetrecht" (PDF, 153 kB) vorgestellt, die D.A.S. gemeinsam mit Fr. Dr. Wessely herausbrachte.

Dir. Johannes Loinger informierte sodann im Interview mit Andrea Radakovits über das aktuelle Rechtsschutzangebot für die Nutzer neuer Medien und über die Reaktion der D.A.S. auf rechtliche Veränderungen. Mit der Vorstellung einer Neuigkeit setzte er einen weiteren Höhepunkt der Festveranstaltung:

Die D.A.S. Österreich setzt seither für rechtswissenschaftliche Arbeiten, die geeignet sind, die Rechtsschutzversicherung zu fördern, einen jährlichen Förderpreis in Höhe von EUR 3.000,- aus. Themen können Fragen des Versicherungsvertragsrechts oder Fragen aus allen anderen Gebieten des materiellen Rechts und Verfahrensrechts sein, die Gegenstand der Rechtsschutzversicherung sind oder sein können. Eine ständige Jury unter Vorsitz von Univ. Prof. Dr. Attila Fenyves entscheidet über die Zuerkennung des D.A.S.-Förderpreises.

Aus aktuellem Anlaß wurde für das Jahr 2006 das "Recht der neuen Medien" als Themenschwerpunkt gesetzt. Dafür sollte auch Univ. Prof. Dr. Wolfgang Zankl bei der Beurteilung der Arbeiten als weiteres Jury-Mitglied mitwirken.

Die professionelle und sympathische Moderation durch Andrea Radakovits und die harmonische Begleitung des festlichen Vormittags durch das Streichquartett "Wiener Flair" machten aus einem würdigen Anlaß, einer aktuellen Darstellung neuer, rechtlicher Fragestellungen und einer Festveranstaltung für fast zweihundert Gäste ein Ereignis, das den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in bester, bleibender Erinnerung bleiben wird.