Der Fall AMIS - Die Suche nach einer raschen Lösung!
18.04.2006 | AssCompact, Ausgabe 04/06

Interview mit Vorstandsvorsitzenden Dr. Franz Kronsteiner, D.A.S. Österreich

AssCompact: Herr Vorstandsvorsitzenden Dr. Kronsteiner, der Fall AMIS stellt wohl für alle - Rechtsschutzversicherer, Vermittler und Anwälte - eine besondere Herausforderung dar. Wie bewertet Ihre Gesellschaft den momentanen Stand dieses Falles. Haben Ihrer Meinung nach die Geschädigten eine reale Chance auf ihr Geld?

Vorstandsvorsitzender Dr. Franz kronsteiner: Ja, sowohl die Anzahl der Schadenmeldungen als auch die rechtliche Qualität der zu beurteilenden Fragen stellen eine beachtliche Herausforderung dar. Gleichzeitig ist das aber auch eine Chance, neuerlich unter Beweis zu stellen, dass die Betreuung und Finanzierung durch Rechtsschutzversicherer die Interessen der betroffenen Geschädigten bestmöglich wahrt.

Die Forderungen aller rechtsschutzversicherten Geschädigten wurden und werden sowohl im österreichischen Insolvenzverfahren als auch in Luxemburg angemeldet. Ein Anwaltsteam bereitet Musterklagen sowohl gegen die Republik Österreich als auch gegen die Abschlussprüfer der AMIS-Gruppe vor und prüft weitere potenzielle Anspruchsgegner. Die Chancen der Geschädigten auf Ersatzleistungen sind intakt. Vor allem von der Forderungsanmeldung in Luxemburg erwarten wir uns einen entscheidenden Beitrag für die Wiedergutmachung der eigentretenen Schäden.

AC Wie weit sehen Sie Ihre Gesellschaft für den Fall AMIS als zuständig. Gibt es Ihrer Meinung nach Ausschlussgründe oder vertreten Sie Ihre Kunden uneingeschränkt im Prozessfall.

FK Als Marktführer unter den Rechtsschutzspezialisten sind wir naütrlich für die Betreuung vieler geschädigter Kunden zuständig. Wir vertreten unsere Kunden umfassend außergerichtlich und gerichtlich. Bei der Geltendmachung ihrer Schadenersatzansprüche gegen die Republik Österreich bzw. den Abschlussprüfer der AMIS-Gruppe und bei der Betreibung ihrer vertraglichen Ansprüche gegen die AMIS-Gruppe selbst. Im österreichischen und im luxemburgischen Insolvenzverfahren. Ausschlussgrüjnde kommen nach unseren Unternehmensbedingungen nicht zum Tragen.

AC Wie stehen Sie zu der Idee, dass die Rechtsschutzversicherer gemeinsam einen Musterprozess im Fall AMIS finanzieren, um insgesamt Kosten zu sparen und für die Geschädigten eine möglichst rasche Abwicklung zu garantieren.

FK Das koordinierte Vorgehen der Rechtsschutzversicherer findet unsere volle Unterstüzung. Der Fall gegen die Sparkasse Salzburg hat es bewiesen: Die Rechtsschutzkunden sind von allen Geschädigten am besten ausgestiegen. Das ist möglich, weil die Bündelung und die gemeinsame Nutzung von Know-how in einem Team aus Anwälten und Rechtsschutzexperten, die notwendige Qualität sicherstellt. Hinzu kommt, dass dort, wo Musterverfahren möglich sind, die Klärung prinzipieller Haftungsfragen wesentlich schneller möglich ist als in zahrleichen Einzelklagen oder großen Sammelklagen. Und der von Ihnen angesprochene kostensparende Effekt stellt schließlich sicher, dass die marktüblichen Deckungssummen auch dann reichen, wenn zur Wahrnehmung der Interessen unserer Kunden mehrere Verfahren gegen verschiedene Anspruchsgegner betrieben werden müssen.

AC Herr Vorstandsvorsitzender, vielen Dank für Ihre sehr interessanten Ausführungen!


Quelle: AssCompact 04/06

Kontakt

Werbung und Kommunikation
Frau Mag. Elisabeth Zihlarz
Tel. 01/404 64-0