Hohe Strafen drohen
07.04.2006 | trend, 04/06

Franz Kronsteiner, Vorstandsvorsitzender der D.A.S. Rechtsschutz-Versicherung, über die Folgen des neuen Unternehmensstrafrechts.

Seit 1. Jänner gilt das Unternehmensstrafrecht. Was bedeutet das für KMUs?
Ohne systematische Risikoprävention riskieren Unternehmen zahlreiche Strafverfahren und hohe Strafen. Großbetriebe haben bereits Erfahrung mit Risikovorsorge, KMUs dagegen nicht.

Wer muss handeln?
Jedes Geschäft, jedes Büro, bei dem Arbeitnehmer, Kunden und Lieferanten aus und ein gehen, muss seine Gebäude und Verkehrswege schützen, um Unfälle zu vermeiden. Ein kleiner Transportbetrieb wird seine Unfälle analysieren müssen, um die Ursachen zu ermitteln. Kam es zu den Unfällen durch ungesicherte Ladung, durch defekte Bremsen oder durch abgefahrene Reifen?

Was schließt man daraus?
Daraus leitet man einiges ab: Wie oft muss das Auto im Jahr in die Vertragswerkstätte? Bis zu welcher Reifenprofiltiefe wird gefahren? Wer ist für Ladungssicherheit verantwortlich? Wie oft wird die Einhaltung der Vorschriften geprüft? Wichtig ist, dass alle heiklen Prozesse kontrolliert und die Kontrollergebnisse protokolliert werden. Und dass bei Schwächen etwas getan wird.

Sind bei Ihren Kunden Prozesskosten aus Unternehmensstrafrechtsverfahren gedeckt?
Der Unternehmensstrafrechtsschutz ist in allen Verträgen inkludiert.


Quelle: Trend 04/06 

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